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LAPAROSKOPIE

Die laparoskopische Chirurgie ist eine moderne medizinische Technik, die in den letzten Jahren in vielen chirurgischen Fachgebieten Anwendung gefunden hat. Ihr Ziel ist es, das gleiche oder sogar ein besseres diagnostisches und therapeutisches Ergebnis zu erzielen als bei der klassischen offenen Chirurgie, die über einen Schnitt in der Bauchdecke durchgeführt wird.

Die herkömmliche offene Methode verwendet Schnitte von etwa zehn Zentimetern (10 cm) oder mehr, die es dem Chirurgen ermöglichen, die inneren Organe mit bloßem Auge zu sehen und seine Hände zu benutzen, um die gewünschte chirurgische Behandlung durchzuführen, wie z. B. die Entfernung der Gebärmutter, von Myomen oder Endometriose im Bereich der Gynäkologie. Diese Schnitte werden am Ende des Eingriffs in der Regel mit chirurgischen Nähten verschlossen. Im Gegensatz dazu erfordert die laparoskopische Chirurgie keine großen Schnitte, sondern nur kleine – meist zwischen einem halben und einem Zentimeter (0,5–1 cm). Durch diese werden die Eingriffe mit speziellen Instrumenten durchgeführt, und das Bild wird mithilfe einer Kamera auf Monitore übertragen.

Die Vorteile dieser Methode umfassen das vergrößerte hochauflösende Bild, das es dem Chirurgen ermöglicht, Erkrankungen präzise zu diagnostizieren und besser zu behandeln.

Ein typisches Beispiel hierfür ist die Endometriose.

Endometriose ist eine relativ häufige Erkrankung bei Frauen; etwa eine von sieben (1:7) entwickelt kleine oder große Ablagerungen von Endometriumgewebe (dem Gewebe, das jeden Monat aus der Gebärmutter abgestoßen wird und zur Monatsblutung führt) auf den inneren Organen der Bauchhöhle.

Die Folge sind Schmerzen während der Periode, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Rückenschmerzen und manchmal Unfruchtbarkeit. Mit der laparoskopischen Methode werden Diagnose und Behandlung erfolgreicher durchgeführt, selbst bei geringer ausgeprägter Endometriose, bei der die offene Chirurgie möglicherweise weder Diagnose noch Therapie ausreichend gewährleisten würde. Dadurch leiden diese meist jungen Frauen oft jahrelang und erleben Fruchtbarkeitsprobleme, die durch eine laparoskopische Entfernung der Erkrankung hätten gelöst werden können.

Neben der besseren chirurgischen Sicht bietet die Laparoskopie in der Gynäkologie sowohl unmittelbare Vorteile (während der Operation und des Krankenhausaufenthalts) als auch langfristige und indirekte Vorteile (wie etwa die Vermeidung von Verwachsungen). Die postoperativen Schmerzen sind deutlich geringer, sodass die Patientinnen das Krankenhaus am selben oder am nächsten Tag verlassen können (unabhängig vom Schweregrad der Operation), im Vergleich zu 3 bis 7 Tagen nach einer offenen Operation. Auch die Erholung zu Hause und die Rückkehr zur Arbeit erfolgen schneller.

Die laparoskopische Chirurgie ist ebenso sicher und mit weniger Blutverlust verbunden als die offene Methode. Aufgrund der kleinen Schnitte wird eine ausgeprägte lokale Gewebereaktion vermieden, sodass weniger postoperative Verwachsungen entstehen.

Diese Vorteile sind besonders bei der Entfernung von Myomen der Gebärmutter deutlich – gutartigen Tumoren, die bei bis zu einer von drei (1:3) Frauen im reproduktiven Alter vorkommen und mit starken Menstruationsblutungen und Unfruchtbarkeit verbunden sind. Die laparoskopische Myomenentfernung erhöht somit die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft und lindert starke Regelblutungen, während sie gleichzeitig zu weniger Blutverlust während der Operation und weniger Verwachsungen führt als offene Eingriffe wie die klassische Laparotomie oder die kleinere Minilaparotomie.

Wir verfügen somit über eine chirurgische Methode, die sich in den letzten 25 Jahren weiterentwickelt hat, viele Vorteile für Patientinnen bietet und die klassischen offenen Eingriffe mit großen Schnitten eindeutig übertroffen hat.